Max Planck Schools Day 2025

Am 9. Oktober kamen Mitglieder der drei Max Planck Schools – Photonics, Matter to Life und Cognition – zusammen, um sich auszutauschen, zu inspirieren und zu vernetzen.
Der Max Planck Schools Day 2025 zeigte, was dieses Netzwerk so einzigartig macht: herausragende Forschung eingebettet in eine starke, unterstützende Gemeinschaft.
Für viele Teilnehmende, insbesondere für Nachwuchswissenschaftler*innen, war dieser Tag mehr als nur eine Konferenz. Er bot einen Einblick in die Möglichkeiten einer kooperativen, von Neugier getriebenen Wissenschaft, die Disziplinen, Institutionen und Perspektiven übergreift.

Wissenschaft im Zeitalter der KI

Mit rund 167 Teilnehmende, darunter etwa 123 Promovierende, befasste sich die diesjährige Veranstaltung mit einer der transformativsten Entwicklungen, die die Forschung heute prägen:
„Wissenschaft im Zeitalter der KI – Wandel, Verantwortung und Chancen“.

Panel Discussion with Klaus-Robert Müller, Leonardo Pettini, Wolf-Georg Ringe

In einer Podiumsdiskussion und zwei interaktiven Workshops erörterten die Teilnehmenden, wie künstliche Intelligenz bereits heute die wissenschaftliche Praxis verändert, von der Literaturanalyse über die Datenverarbeitung bis hin zum Versuchsdesign, und wie Forscher diese Werkzeuge verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ einsetzen können.

Wie Markus Leipe, Doktorand an der Max Planck School of Photonics, feststellte, hat sich KI rasch von einer Neuheit zu einem alltäglichen Begleiter in der Forschung entwickelt und beginnt nun, auch die Experimente selbst zu beeinflussen. Die Diskussionen machten deutlich, dass die Zukunft der Wissenschaft nicht allein von der Technologie bestimmt wird, sondern davon, wie Forschende lernen, deren Einsatz zu gestalten und zu steuern.

Wissenschaftliche Exzellenz in Aktion: Von Ideen zu Experimenten

Ergänzend zu den KI-Diskussionen beleuchteten die Science Talks die Spitzenforschung an den Max-Planck-Schulen. Drei Doktoranden aus verschiedenen Schulen stellten ihre Arbeit vor und gaben Einblicke, wie grundlegende Fragen an den Grenzen der Wissenschaft angegangen werden.

Unter ihnen faszinierte Daniele Ronchetti von der Max Planck School pf Photonics das Publikum mit seiner Forschung zur Verbesserung der Röntgenstreuung durch transiente Resonanzen. Seine Arbeit untersucht, wie die extreme Intensität von Röntgen-Freie-Elektronen-Lasern (XFELs) genutzt werden kann, um die Streueigenschaften von Atomen vorübergehend zu verändern.
Durch die Anregung von Atomen mit intensiven Röntgenimpulsen haben Daniele und seine Mitarbeitende gezeigt, dass Materialien wie Kupfer, die in Zustände warmer dichter Materie versetzt werden, ein verbessertes Streuverhalten aufweisen können. Diese Erkenntnisse öffnen die Tür zu innovativen kristallographischen Methoden, bei denen Elemente wie 3D-Metalle als effektive Schwerstreuer fungieren könnten.
Der Vortrag veranschaulichte, wie sich Grundlagenphysik, fortschrittliche Lichtquellen und reale Anwendungen überschneiden, ein Markenzeichen der Forschung an der Max Planck School of Photonics.

Für viele Personen im Publikum waren die Science Talks eine inspirierende Erinnerung daran, dass die Studierenden an den Max Planck Schools nicht nur etwas über Wissenschaft lernen, sondern diese auch aktiv mitgestalten.

Eine Gemeinschaft, die Disziplinen und Menschen verbindet

Über die einzelnen Gespräche hinaus war der Tag von einer Atmosphäre der Offenheit und des Austauschs geprägt. Für Gerd Leuchs, Dekan der Max Planck School of Photonics, ist dieses Gemeinschaftsgefühl von zentraler Bedeutung für die Mission der School:

Was mich am meisten beeindruckt, ist das starke Gemeinschaftsgefühl unter den Doktoranden. Die Max Planck Schools fördern ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Exzellenz und persönliche Beziehungen Hand in Hand gehen – eine seltene und wertvolle Kombination, die sich über das gesamte Spektrum von den Naturwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften erstreckt.
Gerd Leuchs

Dies war auch den ganzen Tag während des Schools Days spürbar, in fachübergreifenden Diskussionen, spontanen Gesprächen in den Pausen und der gemeinsamen Neugier, die alle zusammenbrachte.

Mehr als nur Forschung: Inspiration, Kreativität und Zugehörigkeit

Das Programm umfasste auch einen Vortrag zum Thema „Leidenschaft für die Wissenschaft“ von Max Planck School Fellows, der die Teilnehmenden dazu anregte, über Neugier, Verantwortung und die allgemeine Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft nachzudenken. Diese Perspektiven bekräftigten, dass exzellente Forschung auch bedeutet, sich zu fragen, warum und für wen wir sie betreiben.

Der Tag endete mit einem feierlichen Abschluss: Die Photonics Band, bestehend aus MPSP-Studierenden, füllte den Abend mit Musik und Energie. Ihr Aufritt verwandelte den Veranstaltungsort in einen Ort geteilter Freude und erinnerte daran, dass Gemeinschaft weit über das Labor hinausgeht.

Ein Ort um Anzufangen und zu Wachsen

Der Max Planck School Day 2025 hat eines deutlich gemacht: Wissenschaftliche Exzellenz entsteht dort, wo Menschen sich verbunden, inspiriert und unterstützt fühlen. Hier trifft Neugier auf Zusammenarbeit, und Innovation entsteht aus Gemeinschaft.

Wie Gerd Leuchs betonte:

Der Max Planck Schools Day ist mehr als nur ein akademisches Treffen – er initiiert Networking und Kommunikation, die zu neuen Ideen, sinnvollen Kooperationen und neuen Perspektiven führen. In Zeiten des raschen Wandels, insbesondere angesichts der disruptiven Fortschritte in der künstlichen Intelligenz, brauchen wir Plattformen wie diese, um gemeinsam über die Zukunft nachzudenken, uns zu vernetzen und sie zu gestalten – indem wir bestehende und neue Technologien verantwortungsbewusst und kreativ einsetzen.
Gerd Leuchs

Für Studierende, die neugierig auf Wissenschaft sind, gerne neue Ideen erforschen und ein Umfeld suchen, in dem Forschung und Menschen gleichermaßen wichtig sind: Die Max Planck Schools bieten genau das!

Weitere Einblicke in den Max Planck Schools Day 2025 hier.

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